Bottom to top – Die Besteigung


Gerhard Gindl berichtet von der Kilimanjaro-Besteigung mit dem Blind-Climber Andy Holzer.

 

Am Dienstag ist Franz Preihs in den Morgenstunden im Marangu Gate am Fuße des Kilimanjaro mit seinem Rennrad angekommen. Ein weißer Mann auf einer Focus-High-Tech-Rennmaschine ist für afrikanische Verhältnisse etwas außergewöhnliches. Auch Franz zeigte sich vom African-Spirit extrem beeindruckt.

 

Nicht weniger beeindruckt ist auch Andy Holzer, obwohl es nicht sein erster Afrika-Aufenthalt ist. Andy hat sogar die zweitägige Safari mitgemacht. Er kann zwar nichts sehen, er kann Afrika spüren. Beispielsweise die angespannte Stille wenn ein Löwe auftaucht, das Rauschen der Blätter wenn ein Elefant sich seinen Weg durch den Busch bahnt – und Afrika riecht ganz besonders. Auf all das werden wir erst durch das Zusammensein mit Andy Holzer aufmerksam.

 

Heute Donnerstag, sind wir bereits den zweiten Tag in Richtung Kilimanjaro unterwegs. Am Nachmittag erreichten wir die Horombo-Hütte auf 3700 Meter. Hier tummeln sich die Kili-Besteiger. Die einen genießen den Ruhetag, die anderen sind eben erst vom Gipfel zurückgekommen und berichten freudestrahlend von ihren Gipfelerlebnissen. Wir sind in einer angenehm gespannten Erwartung.


Morgen werden wir unseren Ruhetag genießen, am Samstag geht es zur Kibo-Hütte auf 4700 Meter, und am Sonntag wartet der 5895 Meter hohe Gipfel des Kilimanjaro auf uns. Bisher ist alles gut gegangen, alle sind wohlauf. Es gibt zwar hie und da Wehwechen in der Gruppe wie Blasen an den Füßen oder kleinere Magenbeschwerden. Im Großen und Ganzen sind wir alle wohlauf und freuen uns auf die kommenden Herausforderungen.

 

Der gestrige Tag führte uns durch den Regenwald – von 1600 auf 2700 Meter zur Mandara-Hütte. Der erste Tag ist mit dem Regenwald immer ein besonders beeindruckendes Erlebnis.


Heute ging es durch eine Heidelandschaft immer in Richtung Mawenzi. Dieser Felsgipfel wirkt bedrohlich, gut dass wir da nicht hinauf müssen.

 

Unsere Gruppe ist überaus vielfältig: ein blinder Bergsteiger, ein Augenarzt, ein evangelischer Pfarrer, und, und, und. Es sind interessante Begegnungen und interessante Gespräche für alle.

 

Schön, wieder hier zu sein!

 

 

 

 

Zebras im Ngorom Ngorom-Krater

 

 

Löwen, hautnah und ohne Tele.

 

 

Die Mandara-Hütten auf 2700 Meter – unser 1. Nachtlager.

 

 

Unterwegs am 2. Tag: der Mawenzi,ein Nebengipfel am Kilimanjaro-Massiv, beeindruckt.

 

 

Wir alle staunen über die Artenvielfalt entlang des Weges.

 

 

Die Horombo-Hütten auf 3700 Meter.

Hier bleiben wir zwei Nächte, auch nach dem Gipfeltag schlafen wir wieder hier.